Sonntag 05.09.2010
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Befürworter kommen zu Wort

Dürrlewang. Die geplante Verlängerung der Stadtbahn U12 in den Stadtteil Dürrlewang hatte bis vor kurzem mehr Kritik als Lob eingeheimst – zumindest öffentlich. Die Bürger der anderen Seite melden sich nun zu Wort: Sie gründen einen Arbeitskreis.


Dürrlewang. Die geplante Verlängerung der Stadtbahn U12 in den Stadtteil Dürrlewang hatte bis vor kurzem mehr Kritik als Lob eingeheimst – zumindest öffentlich. Die Bürger der anderen Seite melden sich nun zu Wort: Sie gründen einen Arbeitskreis.
Von Emily Schwarz
»Der Bus reicht aus!«, »Wir brauchen keine Stadtbahn!«, diese und ähnliche Aussagen verdutzten sowohl den Chefplaner der Stuttgarter Straßenbahnen AG (SSB), Volker Christiani, als auch Vaihingens Bezirksvorsteher Wolfgang Meinhardt. Anfang Dezember 2009 stellte die SSB das Projekt »Verlängerung der U12 nach Dürrlewang« im Stadtteil vor. Heiß diskutierten Anwohner und Lokalpolitiker über das umstrittene Thema auch auf der vergangenen Sitzung des Bezirksbeirates.
Es schien, als ob kaum ein Einwohner Dürrlewangs die Stadtbahn begrüße. Doch es gibt auch eine andere Seite.
»Ich war irritiert über die negativen Reaktionen«, sagt Ralf Bochert. »Dass ein Stadtteil keine Stadtbahn will, wann hat es das schon einmal gegeben?« In Gesprächen mit Nachbarn und Bekannten wurde dem Familienvater klar, dass keineswegs alle Bewohner Dürrlewangs gegen die Verlängerung der U12 sind.
»Nach Abwägung aller Überlegungen bin ich mir sicher: Die U12 ist ein tolles Projekt, das einem Stadtteil wie Dürrlewang gut tut«, zieht Bochert sein Fazit.
Gemeinsam mit vier Bekannten klingelte er deshalb an einigen Haustüren im Stadtteil. »Dabei haben wir festgestellt, dass sich die deutliche Mehrheit für die U12 ausspricht«, so Bochert. »Andernfalls hätten wir auch nichts unternommen.«
Borchert und seine Mitstreiter erfuhren so viel positive Resonanz, dass sie sich entschlossen, aktiv zu bleiben. »Besonders Familien sehen die Vorteile der U12. Sie selbst haben aber kaum Zeit, um Sitzungen oder ähnliche Treffen zu besuchen. Wir möchten deshalb der Mehrheit eine Stimme geben«, erläutert Bochert.
Bis kommenden Freitag verschicken die U12-Befürworter einen offenen Brief an Politiker und Presse. Anschließend soll eine Liste der Unterstützer angefertigt und ein Arbeitskreis gegründet werden. Infos: http://stuttgart-strassenbahn.de/stadtbahn-stuttgart/arbeitskreis-u12/


14.01.2010


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