Sonntag 05.09.2010
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Einkaufen für Senioren erleichtern

Vaihingen. In einigen Randgebieten Vaihingens gibt es keine Einkaufsmöglichkeiten. Für die älteren Bewohner dieser Gebiete wollen der StadtSeniorenRat und der Verbund Vaihinger Fachgeschäfte gemeinsam eine spezielle Broschüre erstellen. Diese soll mobile Angebote wie Lieferservice, Hausbesuche und Hol- und Bringdienste aufzeigen.


Von Emily Schwarz
In Vaihingen gibt es momentan 20 Geschäfte, die der StadtSeniorenRat als »seniorenfreundlich« ausgezeichnet hat. Doch wo und wie kaufen ältere Menschen ein, die in einer der Randlagen Vaihingens wohnen? In Österfeld beispielsweise gibt es keine Möglichkeit, sich mit dem täglichen Bedarf einzudecken.

»Reise« ins Zentrum

Ältere Menschen, die nicht (mehr) Auto fahren, müssen zuerst mit der S-Bahn zum Vaihinger Bahnhof und anschließend mit dem Bus ins Zentrum fahren. Für eine Strecke ist dies vielleicht noch unproblematisch machbar.
Wesentlich beschwerlicher ist aber der Rückweg nach Hause, mit gefüllten, schweren Einkaufstüten in den Händen.
»Kurz vor Weihnachten bekam ich einen Anruf aus Österfeld, der genau dieses Problem aufbrachte«, erzählt Liselotte Ottmar. Sie ist eine der Delegierten des StadtSeniorenRates für Vaihingen.
Liselotte Ottmar suchte daraufhin Unterstützung beim Verbund Vaihinger Fachgeschäfte (VVF). Schließlich hatten die beiden Vereine schon einmal – bei der Zertifizierungs-Aktion »seniorenfreundliche Geschäfte« – zusammengearbeitet und sich gegenseitig unter die Arme gegriffen. Liselotte Ottmar hatte damals Vaihinger Fachgeschäfte unter die Lupe genommen und geprüft, wie seniorenfreundlich diese sind.

Mangel an Läden

»Die Versorgungslage gerade älterer Menschen in den Randgebieten Vaihingens ist zum Teil katastrophal«, sagt Ingo Vögele, Pressesprecher des VVF. »Dürrlewang ist mit der Ladenstraße noch relativ gut dran«, sagt Liselotte Ottmar. »In Büsnau weiß keiner, ob dieser eine Laden göffnet ist oder nicht. Und auf der Rohrer Höhe gibts nur ein ›Ladensträßchen‹, aber zum Beispiel keinen Metzger.«

Vesorgung verbessern

Gemeinsam suchten der VVF und Liselotte Ottmar und ihr Team eine Lösung. Einen ersten Vorschlag setzt der VVF nun um. Die Gewerbetreibenden erstellen eine Liste mit allen mobilen Angeboten aus Handel, Handwerk und Dienstleistungen. Diese werden in einer Broschüre veröffentlicht und zeigen den Bürgern alle Angebote auf.
Solche Angebote können sein: Lieferservice, Auswahlservice, Hol- und Bringdienst, Hausbesuche, zum Beispiel durch Friseure oder Fußpfleger, sowie telefonische Bestellung.

Firmen sind gefragt

Unternehmen aus Vaihingen, Rohr, Dürrlewang, Büs-nau und Dachswald sind nun eingeladen, ihre Leistungen und die jeweiligen Bedingungen an den VVF zu melden.
Ein Formular mit weiteren Informationen wird derzeit an alle Vaihinger Unternehmen zugestellt. Ebenfalls steht diese Information als Download unter www.treffpunkt-vaihingen.de bereit. Der VVF will die Broschüre – je nach Rücklauf – bis spätestens Ende März fertigstellen.
Weitere Informationen zur Broschüre gibt der Verbund Vaihinger Fachgeschäfte für Unternehmen unter der Telefonnummer 07 11/68 68 73 94 oder per
E-mail an info@treffpunkt-vaihingen.de


02.02.2010


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