++ Es geht um die Zukunftsfähigkeit des Vereins ++ Ostfildern rollt für drei Projekte ++ SSB: Die U12 soll Ende 2012 anfahren ++ Auch Degerloch wird älter – aber vorbereitet ++ Tausende strömten aufs Bärenfest
Echterdingen. Oberbürgermeister Roland Klenk hat kürzlich an drei verdiente Menschen die Bürgermedaille der Stadt Leinfelden-Echterdingen verliehen. Dabei handelt es sich um die höchste Auszeichnung, welche die Stadt zu vergeben hat.
Echterdingen. Oberbürgermeister Roland Klenk hat kürzlich an drei verdiente Menschen die Bürgermedaille der Stadt Leinfelden-Echterdingen verliehen. Dabei handelt es sich um die höchste Auszeichnung, welche die Stadt zu vergeben hat.
Von Manfred Gäbisch Die Bürgermedaille wird an Bürgerinnen und Bürger aus Leinfelden-Echterdingen verliehen, die sich besondere Verdienste um die Stadt, beziehungsweise um das Gemeinwohl erworben haben. Die Kriterien der Verleihung sind in einer eigenen Satzung festgelegt, eine entsprechende Auswahl wird im Ältestenrat getroffen und vom Stadtrat mit Zweidrittelmehrheit beschlossen. Der Beschluss in beiden vorliegenden Fällen sei jedoch einstimmig gefallen, betonte OB Klenk in seiner Laudatio zu Beginn der Feierstunde in der Echterdinger Zehntscheuer. »Sie sind alle drei bescheidene Menschen«, sagte Klenk, »doch ich hoffe, dass Sie die Ehrungen annehmen, damit andere ihren Spuren folgen«. Und die sind in der Tat beeindruckend. Lotte Doll hat sich große Verdienste im Bereich der Arbeit für und mit Menschen mit Behinderungen erworben. Selbst Mutter eines behinderten Kindes, setzt sie sich seit Jahrzehnten unermüdlich für diese Aufgabe ein. 1989 gründete sie aus dem Bodelschwingh-Kreis heraus den Paul-Gerhard-Kreis. Dessen Aufgabe war und ist es, Menschen mit Behinderungen zu fördern und ihnen Hilfe in allen Lebenslagen anzubieten. Innerhalb dieses Vereins war Frau Doll ca. 15 Jahre lang die 1. Vorsitzende, bis sie 2005 altersbedingt dieses Amt niederlegte. Trotz ihres hohen Alters von 88 Jahren leitet Lotte Doll seit März 2008 den Musizierkreis Echterdingen, eine eigene Musikgruppe für Menschen mit Behinderung, die regelmäßig Gottesdienste der evangelischen Kirchengemeinde mit gestaltet. Für ihr Engagement in der Behindertenarbeit wurde Lotte Doll im Jahr 2000 mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet. Das Ehepaar Doris und Gerhard Kappes wirkt seit vielen Jahren ehrenamtlich in der Behindertenarbeit mit. Sie gehören zu den Gründungsmitgliedern des Bodelschwingh-Kreises, ein Hilfskreis, der Behinderte mit Nicht-Behinderten in Kontakt bringt und gemeinsame Aktivitäten organisiert und ermöglicht. Doris und Gerhard Kappes leiten die Durchführung von Programmen und Angeboten innerhalb des Kreises, organisieren Ausflüge, Freizeiten und andere Aktivitäten. Als Leiter des Bodelschwingh-Kreises haben sie eine enge Kooperation mit vielen ehrenamtlich tätigen Diensten im Bereich der Behindertenarbeit hergestellt, unter anderem mit dem Familienentlastenden Dienst Filderstadt, und so eine umfangreiche Informations- und Hilfsplattform auf- und ausgebaut. Das überdurchschnittliche Engagement von Gerhard Kappes zeigt sich auch in seiner Tätigkeit bei der Sportvereinigung Stetten. Dort war er von 1987 bis 1996 nicht nur aktiver Spieler sondern auch Leiter der Abteilung Tischtennis sowie Jugendleiter und Trainer der Bambini-Mannschaft. »Ämter, die gerne an einem kleben bleiben«, scherzte OB Klenk. Seit drei Jahren ist er selbst Jugendleiter der Tischtennisabteilung. Er engagiert sich seit zehn Jahren aktiv in der »Tischtennisschule«, einer Kooperation zwischen Schulen und der Sportvereinigung Stetten. Hierbei fördert er die sportliche Verbindung zwischen den Schulen und dem Sportverein und begeistert Kinder aller Altersklassen für den Tischtennissport.
09.03.2010
|
<< zurück


