Samstag 28.01.2012
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»Protest hinterlässt Eindruck«
Leinfelden. Der Protest gegen das Bahnprojekt »Stuttgart 21« regt und mehrt sich auch auf den Fildern. Leinfelden scheint zum Austragungsort künftiger Demonstrationen zu werden, durch die der Unmut der Filderbevölkerung
ein Ventil finden soll.

Leinfelden. Der Protest gegen das Bahnprojekt »Stuttgart 21« regt und mehrt sich auch auf den Fildern. Leinfelden scheint zum Austragungsort künftiger Demonstrationen zu werden, durch die der Unmut der Filderbevölkerung
ein Ventil finden soll.
Von Manfred Gäbisch
Das gemeinsame Feindbild, das am vergangenen Donnerstag über 200 Menschen auf den Neuen Markt in Leinfelden zu lautstarkem Protest anspornte, heißt »Stuttgart 21«, das heftig umstrittene Bauprojekt, das sich bis auf die Filder auswirkt.

Für Effizienz der Bahn auf die Straße gehen

Die Veranstalter, die Bürgerinitiative »Lebenswertes LE« und die »Schutzgemeinschaft Filder«, waren sichtlich zufrieden über die Anzahl der Demonstranten, die nicht nur aus L.-E., sondern auch aus Waldenbuch, Steinenbronn und Filderstadt kamen. Auch ein prominenter Möhringer war da und führte den Protest an: Der Schauspieler Walter Sittler, der Ende Juli zusammen mit dem Regisseur Volker Lösch die Aktion Schwabenstreich initiierte. Seitdem greifen fast jeden Tag irgendwo in Stuttgart Punkt 19 Uhr Menschen zu allerlei Lärminstrumenten, um genau eine Minute lang lautstark ihrem Unmut Ausdruck zu verleihen.
Vielen der in Leinfelden Anwesenden ging es um die Auswirkungen von »Stuttgart 21«, die auch auf den Fildern, besonders aber in L.-E. spürbar seien. Sie befürchten bei der zusätzlichen Nutzung der S-Bahn-Trasse durch Fernzüge mehr Lärm, mehr Erschütterungen und eine Ausdünnung des S-Bahn-Takts, was nicht nur in L.-E. zu einer Qualitätsverschlechterung des öffentlichen Personennahverkehrs führen würde.
Sittler ermutigte die Demonstranten, ihre Protesthaltung zu bewahren: »Es hinterlässt Eindruck bei den Verantwortlichen, wenn Sie hier für den Erhalt des Bahnhofs und die Effizienz der Bahn auf die Straße gehen«, rief er. Weiter bestärkte er die Demonstranten, nur friedliche Mittel einzusetzen. »Wir brauchen keine Gewalt, um auf uns aufmerksam zu machen.«
Am Donnerstag, 26. August, treffen sich die S-21-Gegner um 19 Uhr erneut auf dem Neuen Markt. Dann wird Steffen Sigel, der Vorsitzende der Schutzgemeinschaft Filder, sprechen, und für den 2. September hat sich der Architekt und ehemalige SPD-Bundestagsabgeordnete Peter Conradi angesagt.
24.08.2010


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