Freitag 30.07.2010
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Es geht um die Zukunftsfähigkeit des Vereins
Leinfelden. Gegen die Erweiterungspläne für das Sportgelände TSV Leinfelden formiert sich Widerstand der Anwohner. Der TSV will sich jedoch nicht vom eingeschlagenen Kurs abbringen lassen.

Wohnen mit Sportbetrieb in der Nachbarschaft? Das geht in den seltensten Fällen reibungslos vonstatten, weiß Martin Doelfs, Vorsitzender des TSV Leinfelden. Und auch gegen die Pläne des Vereins, seine Sportstätten am Randweg zu erweitern, formierte sich schon vor Jahren Widerstand in Form einer Interessengemeinschaft (IG) der Anwohner. Deren Hauptsorge besteht darin, dass Sportanlagen, Parkplätze und die Gastronomie mehr Verkehr anziehen und die Nachbarschaft mehr Lärm zu ertragen hat.
Bekanntermaßen möchte der TSV östlich des Stadions neue Sportanlagen errichten. Dabei handelt es sich um einen Kunstrasenplatz für die Fußballer und ein Sprung- und Werferareal für die Leichtathleten. Sobald das alte Sportgelände an der Beethovenstraße zur Bebauung freigegeben wird, soll auch ein neues Vereinsheim an der Randstraße errichtet werden. Die IG zieht in Zweifel, dass für die Erweiterung ein entsprechender Bedarf vorhanden sei und bemängelt das Fehlen einer unabhängigen Bedarfsplanung. Zudem schlug die IG vor, den Neubau des Vereinsheims zu streichen und stattdessen mit dem Tennisclub, der unterhalb des Sportgeländes eine Gaststätte betreibt oder mit dem neuen TVE-Vereinsheim zu kooperieren.
Vereinsvorstand Doelfs hat, wie er gegenüber unserer Zeitung sagte, Verständnis für die Anwohner, sieht jedoch keinen Spielraum. Der Verein habe in den letzten Jahren einen enormen Mitgliederzuwachs zu verzeichnen gehabt. Allein 2008 seien es 111 Neuanmeldungen gewesen. Den insgesamt über 3000 Mitgliedern müsse man ausreichende und geeignete Sportstätten zur Verfügung stellen. Für Doelfs geht es hier auch um die Zukunftsfähigkeit des Vereins. Dies gelte auch beim Thema Vereinsgaststätte: „Ein Verein dieser Größenordnung braucht eine adäquate Ver-sammlungsstätte". Möglicherweise trage das Konzept in zehn bis 15 Jahren nicht mehr, räumt Doelfs ein. Dann könne man die Räumlichkeiten jedoch ohne große Veränderungen anderen Nutzungen zuführen. Am 24. Juli hat der Verein eine Mitgliederversammlung einberufen. Die Tagesordnung beschäftigt sich einzig mit der Sportstättenerweiterung. Doelfs kann sich der Zustimmung der Mitglieder sicher sein.
30.06.2009


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