Sonntag 05.09.2010
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»Backhäusle« ist hergerichtet

Sielmingen. Das Backhäusle in Sielmingen gehört ohne Zweifel zu den baulichen Schmuckkästchen der Stadt. Nicht nur weil es an frühere Zeiten erinnert, sondern weil es noch rege in Gebrauch ist und ein guter Teil des Sielminger Vereinslebens dort pulsiert.
Das Backhäusle hinter der Martinskirche strahlt wieder in neuem Glanz.


Sielmingen. Das Backhäusle in Sielmingen gehört ohne Zweifel zu den baulichen Schmuckkästchen der Stadt. Nicht nur weil es an frühere Zeiten erinnert, sondern weil es noch rege in Gebrauch ist und ein guter Teil des Sielminger Vereinslebens dort pulsiert.
Das Backhäusle hinter der Martinskirche strahlt wieder in neuem Glanz. In einer mehrtägigen Aktion haben zwölf Mitglieder aus den Reihen des Musikvereins, des AHC und des Sängerbunds den Bau wieder auf Vordermann gebracht. Das war auch nötig, denn das Innere des Gebäudes wies bereits heftige Gebrauchsspuren auf. Risse im Putz der Wände und im Lack der Fensterrahmen, mitgenommene Arbeitsflächen und auch der Ofen selbst hatte etwas abbekommen.
Organisiert hatte die Renovierung der ehemalige Vorsitzende des Arbeitskreises Sielminger Vereine, Paul Schurr, der ebenso wie die Helfer bei brütender Sommerhitze kräftig hinlangte, damit das Haus fürs Backhausfest am Samstag, 31. Juli, gerüstet ist. Um 15 Uhr geht es los mit der Bewirtung. Es gibt Salzkuchen, Rahmkuchen und das heiß begehrte Holzofenbrot und den nicht minder nachgefragten Hefezopf.
Das musikalische Programm beginnt um 18 Uhr. Unter anderem wird die »Sommermusik«, ein von Peter Alber, dem Leiter der Jugendgruppe der Filderstädter Musikschule selbst geschriebenes Stück, zum Besten gegeben.
Ein weiterer Grund zum Feiern: Das Backhäusle wird in diesem Sommer 20 Jahre alt. Der »Neubau« hatte im Jahr 1990 das fast 180 Jahre alte Original der Familie Arnold ersetzt, das an eben dieser Stelle stand. Das im Jahr 1813 errichtete Haus wurde in den Akten als Back- und Waschhaus geführt, stand es doch zur Hälfte über einem Bach. Der Backofen war bis in die 50er Jahre des vorigen Jahrhunderts in Betrieb, der Waschkessel für die »große Wäsche« war noch bis in die 1960er Jahre in Gebrauch.
Das Original wurde Ende der 1980er Jahre abgetragen und im Freilichtmuseum Beuren Stein für Stein wieder aufgebaut. red


20.07.2010


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