Sonntag 05.09.2010
Home >> Redaktion >> Aktuelles
»Belastungen vermeiden«

Leinfelden-Echterdingen. Wolfgang Drexler, der Sprecher des Projekts »Stuttgart 21«, hat Oberbürgermeister Roland Klenk darüber informiert, dass für den Abschnitt zwischen der Rohrer Kurve und dem Flughafen nun doch ein Planfeststellungsverfahren durchgeführt wird.


Leinfelden-Echterdingen. Wolfgang Drexler, der Sprecher des Projekts »Stuttgart 21«, hat Oberbürgermeister Roland Klenk darüber informiert, dass für den Abschnitt zwischen der Rohrer Kurve und dem Flughafen nun doch ein Planfeststellungsverfahren durchgeführt wird.
Von Manfred Gäbisch
Im Zusammenhang mit der Ausnahmegenehmigung werden zwischen dem geplanten Bahnhof Flughafen-Terminal und der Rohrer Kurve in verschiedenen Abschnitten Anpassungen an der bestehenden Trasse durchgeführt, damit auch Fernzüge die S-Bahngleise nutzen können. Diese Anpassungen stellen zwar nach Auffassung der Deutschen Bahn keine wesentlichen Änderungen zum Bestand dar, dennoch sind auch diese Abschnitte Bestandteil des Planfeststellungsverfahrens.
Der Stadt und der Bürgerschaft von Leinfelden-Echterdingen wird mit dem Planfeststellungsverfahren die Möglichkeit eröffnet, alle mit dem zukünftig geplanten Betrieb auf der Bahnstrecke zusam-menhängenden Sorgen und Einwände vorzutragen.
Genau dies hatte insbesondere den Anwohnern der Strecke Sorgen bereitet, denn Werner Klingberg, der Konzernbevollmächtigte der Bahn für die Region Südwest, hatte vor dem Leinfelden-Echterdinger Gemeinderat die Auffassung vertreten, die Bahn sei nicht zu einem Genehmigungsverfahren mit Bürgerbeteiligung verpflichtet.
Für die Bürgerinitiative »Lebenswertes LE«, die sich von jeher gegen den Zugbetrieb durch L.-E. wehrt, ist genau dies jedoch essenziell. Claudia Moosmann, die Sprecherin der Initiative, sagt: »Wir hätten es lieber gesehen, wenn die Bahn eine separate Strecke plant, mit der Zusage eines Planfeststellungsverfahrens ist wenigstens unsere Minimalforderung erfüllt.«
Auch für OB Klenk sind die Fragen des Lärm- und Erschütterungsschutzes und die Konsequenzen für den S-Bahn-Takt wesentliche Punkte in diesem Verfahren. »Wir müssen jetzt alle Bemühungen unternehmen, Belastungen für die Bürgerschaft zu vermeiden und unsere gute S-Bahn-Anbindung zu erhalten«, so Klenk. Der Zusage vorausgegangen war eine gemeinsame Unterredung am Vortag, die seitens der Stadt von der dringlichen Bitte an die Bahn getragen war, der Bürgerschaft rechtliche Möglichkeiten zur Beteiligung im Verfahren einzuräumen.
Wie die Bürgerbeteiligung aussehen könnte , will die Bürgerinitiative in Zusammenarbeit mit der Stadt und der Schutzgemeinschaft Filder klären. »Betroffen sind ja nicht nur Privathäuser entlang der Strecke«, betont Claudia Moosmann, »sondern auch öffentliche Gebäude wie das Impuls und Ladengeschäfte im Neuen Markt.«


27.07.2010


<< zurück