Sonntag 05.09.2010
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Konzentriert mit Pfeil und Bogen

Fasanenhof. »Beim Bogensport kann man wunderbar entspannen«, sagt Kuno Betz. Er muss es wissen, denn er ist der Leiter der neuen Abteilung Bogensport im Sportverein Fasanenhof.


Fasanenhof. »Beim Bogensport kann man wunderbar entspannen«, sagt Kuno Betz. Er muss es wissen, denn er ist der Leiter der neuen Abteilung Bogensport im Sportverein Fasanenhof.
Von Cornelia Nawrocki
Weil sich der Behindertensportverein Möhringen aufgelöst hatte, wechselten die insgesamt 18 Sportlerinnen und Sportler, die den Umgang mit Pfeil und Bogen pflegen, in den benachbarten Fasanenhof. »Wir haben hier ideale Trainingsbedingungen«, freut sich Betz und zeigt stolz das Gelände, das ihm der Vereinsvorstand unter Vorsitz von Hans-Joachim Spranger gleich hinter dem Rasenplatz und mitten im Grünen zur Verfügung gestellt hat.

Ohne Aufwärmphase droht ein Muskelkater

»Unser Sport verlangt sehr viel Krafteinsatz«, erläutert der Abteilungsleiter. Um die Arme und Rückenmuskulatur zu stärken, beginnen die Schützen ihr Training mit gymnastischen Übungen mithilfe eines elastischen Gymnastikbands. Dieses salopp auch als kleinstes Fitnessstudio der Welt bezeichnete Latexteil ist vielseitig und eben auch für das Muskeltraining einsetzbar. Wer auf diese Aufwärmphase verzichte, der leide tags darauf meist unter heftigem Muskelkater, spricht Betz aus Erfahrung.
»Wer zu uns zum Training kommt, der wird individuell betreut«, wirbt Betz um neue Mitglieder. Denn um erfolgreich mit Pfeil und Bogen schießen zu lernen, sei eine gute Ausbildung unabdingbar. Neulinge müssten sich schon etwas in Geduld üben, denn es bedarf eines längeren Trainings und viel Konzentration, ehe der Sportler ins Goldene trifft. Die Schießscheiben der Bogensportler haben im Gegensatz zu denen der Sportschützen eine goldene und keine schwarze Mitte.

Disziplin und
Konzentration

Dass sich der Umgang mit Pfeil und Bogen äußerst positiv auf Körper und Geist auswirkt, wissen auch Dietmar Marian und Klaus Rode. Er finde es faszinierend, dass man sich in Körperbeherrschung, Disziplin und Konzentrationsfähigkeit üben müsse, um einen guten Treffer zu landen, erzählt Marian, der seit einem viertel Jahr im Verein trainiert. »Das ist eine große Herausforderung, nach einem hektischen Arbeitstag zur Ruhe zu kommen. Doch wenn man nicht bei der Sache ist, dann funktioniert es nicht.« Klaus Rode hat der Bogensport schon immer begeis­tert. »Ich habe immer nach einem passenden Angebot gesucht und bin in diesem Frühjahr durch einen Zeitungsartikel neugierig gemacht geworden.«
Anfangs seien beide sehr froh gewesen, wenn sie aus einer Entfernung von 18 Metern irgendwie getroffen haben, erzählen die beiden Männer lachend. Jetzt liege die Dis­tanz bei 30 Metern und beide haben den Ehrgeiz, in die goldene Mitte zu treffen.

Schnuppertraining
und Sommerfest

»Bogenschießen ist nicht einfach. Man muss anfangs auch die eine oder andere Niederlage wegstecken können«, erklärt Kuno Betz. Wer sich einmal in der nicht alltäglichen Sportart unter fachkundiger Anleitung ausprobieren will, dem unterbreitet der Verein ein Schnupperkurs-Angebot. Es findet an vier Abenden statt und kostet 20 Euro. Darüber hinaus kann man sich auch beim Sommerfest des SV Fasanenhof, bei dem sich alle Abteilungen präsentieren, informieren. Es findet am Samstag, 14. August, von 10 bis etwa 22 Uhr auf dem Sportgelände des Vereins im Logauweg 21 statt.
Weitere Auskünfte erteilt Kuno Betz, Telefon 0711/99 77 99 30, E-Mail: k.e-betz@gmx.de


27.07.2010


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